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Formenbau für Arme

Formenbau für Arme Vol.1

 

Ich möchte hier eine kleine Anleitung veröffentlichen wie man günstig an eine brauchbare Negativ-form kommt. Vorraussetzung dafür das man selber im besitz einer brauchbaren CNC Fräse und dazu passenden CAM Software ist, bzw: jemanden kennt der eine Maschine hat (noch besser ist es wenn der jenige bei einem selbst noch in der Kreide steht). Vorweg, die Formen werden nie Hochglanzoberflächen erreichen, aber die Kosten für das Material halten sich in sehr überschaubaren Grenzen. Trotzdem ist der Zeitaufwand ziemlich ähnlich zu dem einer identischen Form aus PU Blockmaterial, auch Ureol genannt. Wobei sich der tatsächliche Zeitaufwand an der Form danach richtet wie lange man sich am Polieren der Formen aufhält.

Was sonst noch gebraucht wird:

  • Ein brauchbares CAD file des herzustellenden Modells mit eingezeichneten Formebenen
  • MDF Platten die ruhig so dick wie möglich sein können damit die Form später auch halbwegs belastbar wird und nicht beim ersten Verpressen zerbricht
  • Laminerutensilien wie dünnflüssiges Laminierharz eine genau Waage sowie Pinsel, Handschuhe usw...
  • Einen Heißluftfön

Die reine Fräßzeit für die Flächen Formen vom Mini Vt liegt auf meiner Maschine, die einen maximalen Arbeitsvorschub von 1200mm/min hergibt, bei ca. 7Stunden. Wenn ich das ganze auf drei Arbeitsgänge verteile also:

Einmal Schruppen mit einem Step von 2mm und einem Aufmaß von 0,5mm

Das Ergebniss vom Schruppen mit einem 6er Kugelfräser:
Die Oberfläche:
Der nächste Durchgang ist das Vorschlichten, mit einem Step von 0.75mm und einem Aufmaß von 0,2mm. Das Ergebniss vom Vorschlichten ist dann schon eine feiner gezeilte Oberfläche. Diese Oberfläche wird mit 400ter Schleifleinen leicht überschliffen, danach wird die Formplatte im gefräßten Bereich mit reichlich Laminierharz eingestrichen. Wenn das erledigt ist nimmt man einen Heißluftfön zur Hand und erwärmt den mit Harz eingepinselten Bereich gleichmäßig, das macht das Harz schön dünnflüssig, so dass es vom MDF schön aufgesogen werden kann. Für diese Formhälfte sind 50g Harz draufgegangen, 75g wären besser gewesen, leider hab ich mich verschätzt und zu wenig angerührt :-(
48 Stunden später kann mit dem Schlichten begonnen werden. Der step liegt nun bei 0,2mm, wenn man viel Zeit hat 0,15mm Aufmaß 0, anschließend wird der Kugelfräser gegen einen Schaftfräser getauscht und die Passtiftlöcher gefräßt, das Ergebniss sieht dann so aus:
Wenn das Schlichten beendet ist müssen die entstandenen Zeilen(deren größe vom Step, also dem Zeilenabstand und dem Radius des Werkzeugs, abhängig ist) verschliffen werden. Ich verwende zum verschleifen der Zeilen ein 400ter Siliconschleifpad, für die Trennebene benutze ich eine 500mm lange Schleiflafette aus 42mm dicken Multiplex, die ebenfalls mit 400ter Schmirgelleinen beklebt ist.

Nach dem verschleifen muss die Oberfläche noch versiegelt werden, das mache ich mit einem Füller aus der Dose die man in jedem Baumarkt bekommt. das Ergebniss sieht man dann hier:

Hier das Positiv vom Wingelt, das nach der Selben Methode erstellt wird.

Wenn der Füllgrund angehärtet ist neble ich die gesamte Oberfläche mit Mat-Schwarz aus der Dose an, wenn dann am nächsten Tag die Oberfläche nass geschliffen wird, sieht man sofort ob die Oberfläche glatt ist. Denn in jeder Unebenheit ist jetzt der schwarze Schimmer deutlich zu sehen.
demnächst gehts weiter...
 
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